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PU Bericht Privathaushalt Grafenwöhr
Bei diesem Fall bekamen wir die Anfrage nicht über das Kontakformular, sondern telefonisch. Die Klientin war ziemlich aufgebracht
als sie mir nach und nach alle Erlebnisse und Vorkommnisse schilderte. Aufgrund der Angst, die die betreffende Person offensichtlich
quälte, entschlossen wir uns sehr kurzfrtistig eine Untersuchung in deren Wohnung in Grafenwöhr durchzuführen. Die Phänomene
wurden als Kratzen an der Wand, unerklärliche Kältequellen, Stimmen und Flüstern, sich bewegende Gegenstände und Störung von Elektrogeräten
beschrieben. Nachdem wir nun alle für uns notwendigen Informationen zusammengetragen hatten, machten wir uns ein paar Tage später
auf den Weg zu der Wohnung.
Ankunft vor Ort war gegen 21 Uhr. Wir unterhielten uns nochmals ausführlich mit der Klientin und deren Mitbewohnerin über die
Ereignisse und erfragten, wie es Ihnen in den letzten Tagen ergangen hat. Sie erzählten uns davon, dass die Phänomene nach wie vor
sehr oft und massiv auftreten und waren froh, dass wir uns bereit erklärt hatten, uns die Situation näher anzusehen.
Als erstes führte die Teamleitung eine Befragung durch, um sicherzustellen, dass sich die Phänomene nicht von vornherein natürlich
erklären lassen. Wir liessen uns ausserdem die Gegenstände zeigen, die sich laut Aussage bewegt haben sollen - und fragten genau
nach wie diese platziert waren und ob sich die Bewohner daran erinnerten, ob die Fenster geöffnet waren und dergleichen.
Nachdem die Befragung und die genaue Erläuterung der Geschehnisse abgeschlossen war, führten wir die Grundmessungen in der gesamten Wohnun
durch; sprich Temperaturmessungen sowie die Messung elektromagnetischer Felder. Diese Messungen waren soweit unauffällig. Während
ein Teil des Teams mit der Foto- und Videodokumentation begann, fertigte Martin eine Grundrisszeichnung der Wohnung an.
Nachdem wir alle Räume genauestens auf Bild und Video aufgezeichnet hatten, haben wir eine "Lichtschranke" aufgebaut, welche von
unserer Nachtsichtkamera dauerhaft gefilmt wurde um etwaiige Unterbrechungen aufzuzeichnen. Ausserdem haben wir ein sogenanntes
"Knicklicht" an der Lampe befestigt - dieses sollte dem Zweck dienen, eventuelle Bewegungen schneller erkennen zu können.
Die Klientin war während unseres Besuchs sehr ängstlich und beschloss, die Wohnung während des folgenden Sit-Ins zu verlassen.
Das Team platzierte noch die Diktiergeräte, den K2, sowie den Trifield im Raum verteilt, bevor wir uns dann zur aktiven Befragung
setzten.
Schon nach den ersten Fragen hatte man den Eindruck das Knicklicht würde angehoben und wieder abgesenkt, so als nähme es jemand unten
an der Spitze und hebe es an. Relativ schnell erkannte eines unserer Mitglieder den Grund dieser Bewegung: Das Knicklicht war nicht
vollkommen gerade und dadurch, dass sich der Faden an dem es befestigt war durch die Luftzirkulation immer mal wieder ein- und
ausdrehte, sah es so aus als würde das Licht angehoben werden. Bis auf manche subjektive Wahrnehmungen, wie Kälteschauer oder dergleichen
gab es während des Sit-ins keine Auffälligkeiten.
Als wir die aktive Befragung beendet hatten, haben wir noch kurz Rücksprache mit der Klientin gehalten, sie über den weiteren
Verlauf informiert und haben uns dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht.
Die Auswertung in den folgenden Tagen brachte keine brauchbaren Ergebnisse ans Licht. Video- sowie Bildaufnahmen waren allesamt unauffällig.
Auch die Tonaufnahmen blieben vollkommen ergebnislos. Wir konnten an diesem Abend keine paranormalen Ereignisse festhalten, was natürlich eine Aktivität nicht ausschliesst.
Wir bleiben weiterhin mit den Klienten in Kontakt und wiederholen die Untersuchung bei Bedarf.
Last but not least möchten wir uns herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen seitens der Klientin und deren Mitbewohnerin bedanken.
Wir wurden sehr herzlich empfangen und hoffen, dass unsere Arbeit den beiden etwas geholfen hat. Wir haben über bekannte Phänomene
und deren Ursachen geredet und Ihnen so vielleicht etwas Angst nehmen können.
Da die Klienten nicht genannt werden wollen und deren Identität nicht nachvollziehbar sein soll, haben wir uns entschlossen, keine
Bilder der Wohnung zu veröffentlichen. |