Quelle:Burgverein Hilgartsberg
Gerüchte und Geschichten:
Herr Gotzler erwähnte in einem Gespräch, dass mehrere Gerüchte im Dorf über die Burgruine umhergehen.
Eine Geschichte davon ist die berühmt berüchtigte "weisse Frau". Eine andere Geschichte die uns
am Abend dann von Herrn Bachhuber erzählt wurde ist folgende:
Im oberen Torbogen soll die Frau eines Grafens, in der Steinwand eingemauert worden sein.
Dies hat der Graf anscheinend selber angeordnet, nachdem die Gräfin ihn betrogen hatte.
Desweiteren gibt es Geschichten über das Raubrittertum in dieser Gegend. Vorbeifahrende Schiffe auf der Donau
wurden von der Burg aus überfallen.
Die Geschichte der Burg ist noch lange nicht erforscht. Bis zum heutigen Tage werden auf der Burg
archäologische Ausgrabungen gemacht. Für die Zukunft ist auf der Burgruine ein
Museum geplant.
Historische Zusammenfassung
- 1010
Kaiser Heinrich II. schenkt Hilgartsberg dem Bistum Bamberg einschliesslich anderer Ländereien
- 1112
Erste Erwähnung der Burg als Hilgerisperch
- 1188
Die Staufer herrschen auf der Burg
- 1190
Die Grafen von Ortenburg besitzen die Burg
- 1248
Hilgartsberg gelangt an die Wittelsbacher
- 1309
Verpfändung der Burg an Seifried von Puchberg
- 1332
Ritter Schweiker Tuschel von Söldenau auf Hilgartsberg
- 1355
Ritter Peter Ecker von Eck auf Hilgartsberg
- 1531
Mannlehen an den Patrizier Johann Weißenfelder
- 1594
Freiherr zu Pollweil auf Hilgartsberg, ihm folgte sein Schwiegersohn Graf Johann Ernst Fugger
- 1639
Die Pest wütet auf Hilgartsberg und der Graf stirbt
- 1698
Graf Franz Ernst Fugger erwirbt Hilgartsberg
- 1704
Österreicher besetzen das Schloß, während des spanischen Erbfolgekriegs - Bauern erobern es zurück
- 1742
Österreichischer Erbfolgekrieg - die Burg wird stark beschädigt und nicht mehr wieder aufgebaut
- 1821
Die Fugger verkauften die Herrschaft an den bayerischen Staat
- 1840
Der Bergfried wird gesprengt
Bis 1970 war hier die Schule der ehemaligen Gemeinde Hilgartsberg untergebracht.
Das Schulgebäude wurde an den Besitzer der Burggastwirtschaft verkauft.
Am 18. Dezember 1995 erwarb der Markt Hofkirchen die Burgruine Hilgartsberg vom
Freistaat Bayern. Seitdem erhält der Burgförderverein die Anlage und organisiert
alljährlich Burgfestspiele und eine Burgweihnacht.
Sicherlich gäbe es hierzu ins Detail noch mehr zu erwähnen. Mehr erfahren Sie auf:
Burgverein Hilgartsberg
Burgkapelle:
Quelle:Burgverein Hilgartsberg
Die St.-Georgs-Kapelle von Hilgartsberg wurde unter Einbeziehung romanischer
Bauteile, von denen die Apsis noch vollständig erhalten ist, im 16. Jahrhundert eingewölbt
und bemalt. Das Altarbild des Spätrokokoaltares stellt die Verkündigung des Engels an Maria dar,
eine barocke Figur zeigt den Kirchenheiligen St. Georg, den Patron der Ritter.
Nach Abschluss der Innensanierungsarbeiten im Jahr 2003, kehrten die angestammten
Kunstgegenstände in die Burgkapelle zurück.
Am 22.04.2007 wurde die Kapelle durch Pfarrer Gotthard Weiß wieder geweiht.
Ab sofort sind wieder kirchliche Trauungen und Taufen möglich.
Skizze der Burgruine Hilgartsberg
Quelle:Burgverein Hilgartsberg
Quellennachweis
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