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PU Burgruine Laaber
Lage:
Laaber liegt im malerischen Tal der Schwarzen Laaber, zwischen Neumarkt in der Oberpfalz und Regenburg etwa 20 km westlich
von Regensburg nahe der Autobahn A 3. Man erreicht den Ort am besten von der gleichnamigen Autobahnausfahrt aus.
Die Burgruine liegt gut sichtbar auf einem Felsen über dem Dorfzentrum. Schilder beschreiben den Weg hinauf auf den
Bergrücken, an dessen Ende die Burgruine steht. Das Auto kann man auf einem Parkplatz etwa 50 m vor der Anlage parken.
Die Ruine ist bewohnt, aber frei zugänglich.
Geschichte:
Ein Wernherus de Labere bezeugt im Jahr 1135 die Gründung des Klosters Reichenbach. 1166 werden die Herren von Laaber in
einer Urkunde unter den Edelfreien aufgeführt, die direkt dem Reich unterstanden. Sie sind eng verwandt mit den Babonen,
die als Burggrafen in Riedenburg, Regensburg und Abensberg sitzen.
Wernher IV. war in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein eifriger Anhänger des letzten Stauferkaisers Friedrich II.
Die Laaberer Ritter überwachten für ihn die wichtige Königsstraße im Laabertal und hatten auch Kontrolle über andere
Verkehrsknotenpunkte der Gegend, z.B. die Flussübergänge in Etterzhausen, Pielenhofen und Prüfening, was ihnen gute
Einkünfte und eine bedeutende Machtstellung einbrachte. Außerdem befanden sich noch die Burgen Prunn und Breitenegg in
ihrem Besitz.
Hadamar III., geboren um 1300, ist ein berühmter Minnesänger, sein bekanntestes Werk heißt "Die Jagd" - eine Allegorie
auf den Minnedienst. Seine Nachkommen erreichen den Höhepunkt der Macht, sie stellen mehrere Bürgermeister in den großen
Reichsstädten der Gegend: 1366 Ulrich in Nürnberg, 1367 Hadamar IV. in Regensburg. Zusammen kaufen die Vettern 1367 die
nahegelege Burg Wolfsegg. 1389 wurde Burg Laaber durch einen Angriff der Reichstadt Regensburg beschädigt, weil
Hadamar IV. nach dem Ende seines Bürgermeisteramtes in ständiger Fehde mit der Stadt lebte. Auf seinem Grabstein in der
Pfarrkirche von Laaber ist er mit Kettenrüstung, Schwert, Dolch und Lanze, den wichtigsten Ritterinsignien abgebildet.
Laaber im 19. Jh.
Im 15. Jahrhundert geraten die Herren von Laaber zunehmend in Schwierigkeiten. 1435 muss die Burg an die Wittelsbacher
verkauft werden, die sie aber 1466 an Ulrich von Laaber zurückgeben. Nach dem Aussterben des Geschlechts 1475 gelangt die
Burg endgültig an die niederbayerischen Herzöge. Seit 1505 regiert die Linie Pfalz-Neuburg und unterhält dort ein
Pflegamt. 1597 lassen die Herzöge Laaber schlossartig ausgebauen, wie auf dem Gemälde aus dem 19. Jahrundert zu sehen ist.
Als die Anlage im 18. und 19. Jahrundert mehr und mehr verfällt, kommen allerdings die ursprünglichen Bauten aus der Zeit
der Romanik wieder verstärkt zum Vorschein.
Bauart und Zustand:
Der Zugang zur Burg führt über einen tiefen Halsgraben, der die Anlage vom Bergrücken abtrennt. Hier war im Mittelalter
eine Holzbrücke mit Zugbrücke zu finden, heute überquert eine Rampe diese Tiefe. Die wichtigste Besonderheit der Burg ist
die Toranlage, ein dreiteiliges Bollwerk mit zyklopischen Mauern. Man betritt durch einen spitzbogigen Eingang zunächst
den ersten Torzwinger aus gotischer Zeit, der später an die beiden älteren Tore angefügt wurde. Links von diesem ersten
Tor schützt ein halbrunder Mauerturm die Zugangsseite der Burg.
Das zweite Tor stammt aus romanischer Zeit. Hier zeigt sich in den unteren Geschossen zum ersten Mal das mächtige
Buckelquaderwerk, das Burg Laber zu einer beispielhaften Anlage der Hochzeit des Rittertums macht. Wenige Meter weiter
hinten und leicht nach links versetzt steht das dritte und älteste Tor, ebenfalls aus Buckelquadern erbaut. Der
Zwischenraum zwischen diesen beiden Toren ist also ein Zwinger, der ungewöhnlich früh schon zu Anfang des 13. Jahrhunderts
entstanden sein muss. Die Schildmauer, durch die dieses älteste und letzte Tor führt, ist mehrere Meter dick.
Die mächtigen Quader des Bergfriedes
Der mächtige Stumpf des quadratischen Bergfriedes ragt schräg in diesen Torzwischenraum
hinein und schützt so zusätzlich den Zugang. An seinen Mauern zeigt sich am beeindruckendsten die aufwändige Mauertechnik
mit riesigen, exakt zugehauenen Quadern, die für die Zeit um 1200 so typisch sind. Zu dieser Zeit ist die Burg also entstanden.
So stellt sich die Frage, wo die Herren von Laaber vor dieser Zeit residierten, denn sie waren ja schon vor 1200 immer wieder
in Urkunden präsent. Vielleicht haben sie eine ältere Anlage abgerissen und umgebaut, wie die Autoren der KdB vermuten.
Andreas Boos hat eine bessere Lösung gefunden: Wenige hundert Meter östlich vom Laaberer Burgberg findet sich auf dem
Martinsberg eine Befestigungsanlage aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, die aber schon früh aufgegeben wurde, weil sie
aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nur unzureichend ausgebaut werden konnte. Deshalb haben sich die Ritter wohl nach einem
besseren Platz umgesehen, um eine Burg nach der neuesten Stand der Technik bauen zu können.
Laaber auf einem Gemälde
In die Anlage eingebaut stehen mehrere Wohnhäuser, die auch ehemalige Burggebäude nutzen. Die Burgkapelle südlich des
Bergfriedes ist deshalb nicht zugänglich. Auf der gut geschützten Hangseite im Süden und Osten der Burg liegen die Mauern
der Wohnbauten, die im Süden aber zum großen Teil zerstört sind. Die großen Fenster an der Ostseite stammen aus der Zeit
des schlossartigen Ausbaus im 16. und 17. Jahrhundert. Mehrere Meter unterhalb der Burg verläuft eine Zwingeranlage aus dem
späten Mittelalter, deren Mauern am Fuß des Felsens in Verbindung mit einem Torturm im Ort stehen. Auf diesem Torturm ist
das Wappen der Herren von Laaber zu sehen: Ein bekrönter Löwenkopf im Profil.
Quelle: www.burgenseite.de
PU-Bericht:
Diese Ruine ist zum Grossteil bewohnt und es befinden sich im Inneren mehrere Wohnhäuser. Ausserdem war der Verkehrslärm zeitweise
so laut, dass vernünftige Tonaufnahmen unmöglich waren. Die Ruine ansich ist nicht sehr gross, daher konnte man hier von keiner
"Begehung" sprechen. Durch die Einflüsse von aussen, waren es nur die Bild- und Filmaufnahmen, die wir für die Auswertung verwenden
konnten. Es gibt keine Details auf die wir in diesem Bericht eingehen können, da unsere Untersuchung eher ein kurzer besuch mit ein paar
Aufnahmen war. Als Ziel für einen Familienausflug eignet sich diese Ruine eher, schon wegen des Ausblicks und der gut erhaltenen
Restmauern. Bei der Auswertung des Materials konnten wir keinerlei Auffälligkeiten feststellen. Wir haben uns auch die Tonaufnahmen
vorgenommen, jedoch sind diese wegen der Stögeräusche absolut unbrauchbar.
Wir haben trotz allem ein paar Eindrücke von der Ruine mitgebracht:








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