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Zur Geschichte der Kapelle:
Pollingsried - im Mittelalter auch Pollingerried genannt - ist eine offenbar durch Rodung entstandene Siedlung. Über die ersten Jahrhunderte seines Bestehens sind leider keine gesicherten Aussagen möglich. Viele andere Orte teilen dieses Schicksal.
Jedoch:
bereits um 850 bestanden nachweislich einige Orte wie zum Beispiel Habach, Egling, Tauting, Huglfing, Obersöchering, Seeshaupt und auch Polling.
Weitere eventuelle Zeitzeugen:
- eine Urkunde von Kaiser Heinrich II an das Kloster Polling bezüglich der
Rückgabe von Besitztümern vom 15. April 1010
- Benennung einer kleinen Kirche in Pollingsried in einer Urkunde aus dem
Jahr 1162
Im Jahr 1752 berichtete der Raistinger Pfarrer und der Dekan Franz Sales Gailler in seiner Beschreibung der Weilheimer Dekanates über die Filiale der Pfarrei Eberfing, St. Georg in Pollingsried - über eine uralte Kirche im schlechten Zustand.
Es wurde weiterhin geschrieben, dass der Weiler Pollingsried etwa eine Stunde Weges von Eberfing nach Osten gelegen sei und aus vier Anwesen bestünde.
Als weitere Weiler wurden anschließend Eichendorf mit 5 Häusern, Ludwigsried, Rohrmoos, Streitberg, Grafenried etc., mit je nur einem Haus dargestellt.
Andere Quellen bestätigen, dass in grauer Vorzeit dieser Weiler aus 14 Höfen und einer Kapelle bestand. Die Kapelle war dem hl. Georg geweiht.
Es gibt auch Hinweise, dass im Mittelalter das Bauwerk durch Brand schwer zu Schaden kam und beim Wiederaufbau kleine Erweiterungen bekam.
Vom ursprünglichen Aufbau/Ausstattung sind daher nur noch sehr wenige Teile erhalten.
Die Kapelle zu Pollingsried soll 1660 von den Riederern aus Dankbarkeit für die überstandene Pestseuche wieder aufgebaut worden sein.
Einige Teile des bis heute vorhandenen Inventars stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert und besitzt den kühlen Charme des Klassizismus. Innen herrscht noch heute der funktionale Eindruck vor.
Die Kapelle ist außen mit einem rauhen Putz überzogen und weiß gekalkt. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt.
Leider blieb aber auch später kleinere Angriffe in Form von Brandstiftung und Diebstahl nicht erspart.
Quellen:
Bücher
Titel: Lech-Isar-Land 2008
Titel: Heimatbuch Eberfing
PU-Bericht
Nachdem sich über die Kapelle noch viele verschiedene Geschichten ranken, wie die von einem Hund mit roten Augen, der sich um die Kapelle herum aufhält.
Auch soll es in der Nähe der Brunnen immer mal wieder zu seltsamen Begebenheiten und Erscheinungen gekommen sein.
Aufgrund des hohen Interesses der Allgemeinheit haben wir beschlossen, sie näher zu untersuchen.
beteiligte Teammitglieder:
Melanie, Tamas, Tim, Martin und Bianca
Am Tag der Untersuchung war es ziemlich kalt und die Luftfeuchte war aufgrund von gelegentlichen Regenschauern sehr hoch. Die Kapelle war wie befürchtet nur sehr schwer zu finden, daher kamen wir auch viel später als erwartet am Untersuchungsort an. Bei der ersten Begehung mussten wir zudem feststellen, dass durch den Spuktourismus, vermutlich überwiegend durch Jugendliche der Platz um die Kapelle stark verschmutzt/vermüllt ist.
Die PU umfasste 5 Teile, wenn man es so nennen mag
- eine erste Begehung des Geländes wo bereits Fotos gemacht wurden und EVPs
- Der Versuchsaufbau "Telefon ins Jenseits" vor der Kapelle und Auslegen eines Diktiergerätes hinter der Kapelle
- Sit in vor der Kapelle
- Zweite Begehung zu den diversen Brunnen um die Kapelle herum
- Sit in am Brunnen vor der Kapelle
Nach unserer Ankunft bei der Kapelle suchten wir uns erst einmal einen Platz, wo wir unser Equipment ausbreiten konnten,
und zwischen den Begehungen einen Sammelpunkt hatten. Mit Diktiergeräten, Kameras, dem Camcorder und Messgeräten
ausgestattet, besichtigten wir das Gelände erst einmal und machten uns ein Bild über die Aufteilung. Da es durch unsere
verzögerte Ankunft schon dunkel geworden war, war es umso wichtiger, sich die Umgebung sehr genau anzusehen um auch
eventuelle Gefahrenquellen zu erkennen und zu berücksichtigen.
Für die genaue Dokumentation wurde während des gesamten Rundganges eine Tonaufnahme gemacht,
und auch Bilder der gesamten Umgebung sollten uns die Auswertung erleichtern. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte es uns
jedoch sehr schwer, gute Fotos zu bekommen.
Hinter der Kapelle angekommen beschlossen wir, ein Diktiergerät hier auf einer "Fensterbank" zu platzieren um eventuelle
Auffälligkeiten einfangen zu können.
Anschliessend an diesen ersten ersten Rundang bauten wir vor der Kapelle den Versuch "Telefon ins Jenseits" auf.
Wer über diesen Versuchsaufbau nichts weiss, kann sich diesen detailliert
HIER durchlesen.
Leider wurde das Wetter immer schlechter und so war keine Zeit zu verlieren, also teilten wir uns auf.
Tamas und ich setzten uns bei unserem Sammelpunkt um ein erstes "passives" Sit in zu machen, in der Zwischenzeit war der
Rest des Teams unterwegs um die Umgebung zu erkunden, also auch die Wege die zur Kapelle führten.
Auch währenddessen lief bei Tim, Martin und Bianca ein Diktiergerät, es wurden Fotos geschossen und Messungen
durchgeführt. Das Ende unseres ersten Sit ins wurde von den restlichen Mitgliedern bestimmt, als sie von Ihrer
Auskundschaftung zurück kamen.
Nach einer kurzen Besprechung und einer Pause mit warmen Getränken machten wir uns auf den Weg um die diversen
Brunnen genauer unter die Lupe zu nehmen. Obwohl es schwierig zu sei schien, versuchten wir der Behauptung nach zu
gehen, dass die Brunnen sich in einem Pentagramm angeordnet befinden. Jedoch können wir dieser Aussage wohl jede
Grundlage nehmen, denn auch nach genauer Erforschung, wie die Brunnen zueinander angeordnet sind, konnten wir keine
pentagrammförmige Anordnung feststellen. Auch bei dieser Begehung wurden Fotos und Tonaufnahmen gemacht.
Gerade als wir dabei waren das Sit in für den Brunnen vor der Kapelle vorzubereiten, fuhr ein Auto die Auffahrt herauf.
Es waren Jugendliche, die wie so oft wohl nur einen Kick gesucht haben. Es ist schade, dass die meisten Menschen keinen
Respekt vor dem Besitz anderer haben und uns als GHs dann sehr oft der Zugang zu Locations verwehrt wird weil die
Eigentümer Angst haben, dass wieder etwas zerstört oder noch mehr zugemüllt wird. In dem Fall waren die zuständigen
Mitarbeiter froh das wir die ganze Nacht da waren und so wenigstens ein paar Leute ferngehalten haben.
Nachdem das Auto wieder weg war begannen wir also mit unserem zweiten Sit in, beim Brunnen vor der Kapelle.
Bei diesem Sit in waren alle Teammitglieder zugegen, alle Mitglieder stellten Fragen und wir machten Pausen um
eventuell Ergebnisse erzielen zu können. Da das Wetter nun wirklich sehr schlecht wurde, es also richtig zu regnen
begann bauten wir alles ab und packten zusammen.
Ausser die typischen Nebelfotos, welche auf die hohe Luftfeuchte zurückzuführen sind, haben wir auf den Fotos nichts
drauf. Auch die Messungen blieben ergebnislos.
Hier noch ein paar Eindrücke von der Untersuchung:

Hier kann man sehen, dass viele "Spuktouristen" mit dem Auto bis vor die Kapelle fahren

Einer der Brunnen

Der Eingang zur Kapelle
Herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an die zuständigen Ämter/Mitarbeiter, für die freundliche Genehmigung! |